Susanne Potma

Allgemein

Baum mit Wurzeln in Wolle gestickt

Die Kraft des Innehaltens: Warum Passivität der biologische Schlüssel zu deiner inneren Kraft ist

Anstrengen, durchhalten, funktionieren – und am Ende des Tages doch das Gefühl haben, nicht fertig zu werden. In unserem Alltag laufen viele von uns in einem Hochtouren-Modus. Dieser Modus ist vielleicht zu gewissen Zeiten nützlich und notwendig, doch oft fällt es uns schwer, ihn wieder abzuschalten. Vielleicht kennst du das: Wir bemerken kaum noch, wie wir die Schultern hochziehen, die Atmung flacher wird und wir sprichwörtlich „im Kopf feststecken“. Wir versuchen, Herausforderungen mit purer Willenskraft zu bewältigen, während unser Körper schon lange nach einer Pause ruft. Es mag im ersten Moment paradox klingen, aber die Antwort auf diesen erschöpfenden Zustand liegt in einer Qualität, die wir oft verlernt haben: deiner Passivität. In meiner Praxis für Körperarbeit in Wien (und online) lade ich Menschen dazu ein, diese oft missverstandene Qualität der Passivität in einem sicheren Rahmen wieder zu entdecken. Passivität mag im ersten Moment als Stillstand verstanden werden, ist aber in Wahrheit der Schlüssel zu einer inneren Balance, die Weiterkommen, Entwicklung und persönlichen Erfolg möglich macht.  Der Rhythmus der Natur: Warum das Loslassen unsere Wurzeln stärkt In der Natur gibt es nichts, was ununterbrochen „Vollgas“ gibt. Ein endloser Sommer würde die Erde austrocknen. Alles Lebendige braucht den Moment des Zurückziehens, um im nächsten Zyklus wieder aus Kraft zu wachsen. Und wir Menschen sind – auch wenn unser moderner Alltag das oft überspielt – ein Teil dieser Natur. Betrachten wir die Jahreszeiten: Die meisten Bäume werfen im Herbst ihre Blätter ab. Sie lassen los, was nicht mehr gebraucht wird, und ziehen ihre Lebensenergie tief hinunter in den Boden, in ihre Wurzeln. Pflanzen blühen bunt und „laut“, doch danach folgt eine stille Phase, in der oberflächliche Teile absterben, damit der Nährboden für neues Leben entstehen kann. Tiere folgen intuitiv ihrem Rhythmus aus Aktivität, Ruhe und Schlaf. In einer Grinbergsitzung hast du die Möglichkeit, zu erforschen, was dich aktuell vielleicht noch davon abhält, dir genau diesen natürlichen Rhythmus zu erlauben. Du kannst erleben, wie viel Halt und Kraft in deiner eigenen inneren „Winterruhe“ liegt und wie effizient dein Körper auch kurze Momente einer tiefen Ruhe nützen kann.  Passivität vs. Kraftlosigkeit: Die stille Intelligenz deines Körpers In unserer Sprache wird Passivität leider oft mit Schwäche oder Faulheit gleichgesetzt. Das Nichtstun wird gesellschaftlich oft abgewertet. Doch biologisch gesehen ist Passivität eine essenzielle Fähigkeit unseres Nervensystems. Während unsere aktiven Anteile wie die Äste eines Baumes in die Welt ragen – sie planen, setzen um und verwirklichen – bilden die passiven Anteile unser unsichtbares Wurzelsystem. Sie sorgen für eine sichere Basis: Regeneration und das Heilen von Gewebe Das sanfte Verarbeiten von Erlebtem Das Wahrnehmen von eigenen Bedürfnissen Das blitzschnelle Spüren der Stimmung im Raum Das Zulassen und Fühlen wichtiger Emotionen Wenn wir (oft aus einem erlernten Schutzmechanismus heraus) diese passive Seite unterdrücken, verlieren wir den Zugang zu einer tiefen, nährenden Quelle unserer Kraft. Wir werden kopfgesteuert und spüren die Weisheit unseres Körpers weniger. Wenn wir uns aber wieder erlauben, passiv zu werden und in uns hineinzuhorchen, beziehen wir unser ganzes Sein mit ein. Wir handeln dann nicht mehr nur, weil es von uns erwartet wird, sondern weil es uns als ganzem Menschen entspricht. Den eigenen Rhythmus wiederfinden: Ein Weg der Körperwahrnehmung Der Weg zurück zum vollen Spektrum deiner Kraft führt über die Körperwahrnehmung. Oft sind es tief verinnerlichte Überzeugungen, die uns blockieren, wie: „Ich muss noch mehr schaffen“ oder „Ich bin nur wertvoll, wenn ich hart arbeite“. Solche Gedanken können körperlichen Stress erzeugen, genau in dem Moment, in dem wir eigentlich zur Ruhe kommen wollen. Es ist völlig normal, dass das Loslassen anfangs ungewohnt oder sogar herausfordernd sein kann. So kannst du Schritt für Schritt mit deinem Körper zusammenarbeiten: Die Spuren lesen (Fußanalyse): Mit Hilfe deiner Füße beschreiben wir, welche Muster dich aktuell noch im Dauer-Aktiv-Modus halten. Wir schauen uns an, welche Spannungen dich hindern, in die Ruhe zu sinken. Spannung verabschieden: Durch gezielte Berührung und angeleitetes Aufmerksamkeitstraining lernst du, wie sich mechanische Spannung in den Muskeln anfühlt und wie du sie Schritt für Schritt loslassen kannst. Dem Körper Raum geben: Einlassen statt bewerten oder bekämpfen. Du entdeckst Neues über deine passive Qualität und lernst dich bei Bedarf auf diese zu stützen. Das führt oft zu einer tiefen, körperlich spürbaren Erleichterung und zu einem Umlenken in der eigenen Beziehung zum Körper. Sobald du lernst, den unbewussten Widerstand gegen das Zur-Ruhe-Finden zu stoppen, wird Energie frei. Du schöpfst wieder Kraft aus deiner natürlichen Regeneration, anstatt deine Reserven durch ein blindes Weitermachen zu erschöpfen. Ein wichtiger Hinweis zu meiner Arbeit: Die Grinberg Methode® ist ein strukturierter Lernprozess über den Körper. Sie ersetzt keine medizinische oder psychologische Behandlung, kann diese aber wunderbar ergänzen. Sie dient dazu, durch Aufmerksamkeit die Selbstwahrnehmung zu schulen und das körperliche Wohlbefinden zu stärken. Im Einklang mit deiner Natur leben Wenn deine passiven Anteile wieder mitwirken dürfen, lebst du nicht mehr gegen deine eigenen Bedürfnisse an. Du spürst deine Grenzen und Wünsche klarer, was dir wertvolle Informationen für deine alltäglichen Entscheidungen gibt. Du findest leichter zurück zu einer Balance, die es dir ermöglicht, klar zu sehen, was jetzt gerade wirklich Priorität hat. Du wirst nicht nur gelassener, sondern paradoxerweise auch effizienter, weil du deine Ressourcen schonst. Deine Einladung: Passivität als neue Kraftquelle Bist du neugierig darauf, die Kraft des Innehaltens für dich zu entdecken? Ich begleite dich sehr gerne dabei, den Weg zu deiner Mitte zu erkunden und die unterschiedlichen Anteile deiner Lebenskraft zurückzugewinnen. Ich biete meine Sitzungen in meiner Praxis in Wien sowie ONLINE an. (Sprachen: Deutsch, Englisch, Niederländisch) Möchtest du lernen, wie du Kraft aus deiner Ruhe schöpfst? Melde dich bei Fragen ganz unverbindlich oder buche direkt deinen Kennenlern-Termin. Ich freue mich auf dich! Jetzt Kontakt aufnehmen & Termin vereinbaren

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Grinberg Fußanalyse: The artful outline of two feet. There are words, related to bodywork, written on the sole of the feet.

Fußanalyse nach Grinberg: Was uns die Füße über den Körper verraten

Hast du dir schon einmal überlegt, dass deine Füße weit mehr sind als nur das Fundament, auf dem du stehst? In meiner Arbeit als Praktikerin der Grinberg Methode in Wien betrachte ich Füße oft als eine Art Landkarte. Sie erzählen eine Geschichte darüber, wie du durch dein Leben gehst, wie du mit Herausforderungen umgehst und wo du vielleicht unbewusst deine Kraft zurückhältst. In diesem Beitrag möchte ich dir zeigen, wie eine Fußanalyse funktioniert und warum sie ein so kraftvolles Werkzeug in der Körperarbeit ist, um festgefahrene Muster zu erkennen und zu verändern. Was zeigt sich bei einer Fußanalyse nach Grinberg? Wenn ich mir deine Füße ansehe, achte ich nicht nur auf die anatomische Form. Ich schaue mir die Beschaffenheit der Haut an, die Haltung der Zehen, fühle die Temperatur und bemerke, wie beweglich einzelne Teile deiner Füße sind. Ich ertaste die Muskeln und das Gewebe. Ich nehme wahr – mit allen Sinnen. Zusammen ergeben diese Details einen Gesamteindruck, der mir hilft, relevante Fragen zu stellen, dein Ziel auf den Punkt zu bringen und einen effektiven Lernweg für dich zu gestalten. Wie hängen die Füße mit dem restlichen Körper zusammen? Vielleicht klingt es im ersten Moment überraschend, dass ein Blick auf deine Zehen oder Fersen etwas über deinen Nacken oder dein allgemeines Wohlbefinden aussagen kann. Doch unser Körper ist ein hochkomplexes, vernetztes System, in dem nichts isoliert geschieht. Das Beispiel der „Schulter-Kettenreaktion“ Nehmen wir an, du ziehst aufgrund von Stress oder einer alten Gewohnheit über viele Monate hinweg deine rechte Schulter nach oben. Diese dauerhafte Anspannung bleibt nicht auf die Schulter begrenzt. Um dieses Ungleichgewicht auszubalancieren, verändert dein gesamter Körper seine Statik. Das wirkt sich direkt darauf aus, wie du dein Gewicht auf deinen Füßen verteilst. Nach einiger Zeit hinterlässt diese Kompensation sichtbare Spuren. Die Füße zeigen also ganz direkt, was sich im restlichen Körper tut. Ein Spiegel deiner inneren Haltung Über die rein physische Ebene hinaus zeigen sich in den Füßen auch unsere Verhaltensmuster: die Art, wie wir mit Gefühlen und Bedürfnissen umgehen und vieles mehr. Wenn wir gelernt haben, uns unter Druck klein zu machen, oder die Gewohnheit haben, uns emotional „festzubeißen“, wird dies während einer Fußanalyse sichtbar. Das Spannende an der Grinberg Methode: Einerseits hilft uns der Blick auf die Füße, wesentliche Zusammenhänge schneller zu erfassen, um einen neuen Weg einzuschlagen. Andererseits ist es möglich, über gezielte Fußarbeit bestimmte Körperteile zu erreichen und positiv zu beeinflussen. So wird die Analyse zu einer Art Schatzkarte, die den Weg zu deinem verborgenen Potenzial weist. Die Landkarte deines Lebens: Blockaden und volles Potenzial In den Füßen spiegelt sich wider, wo wir uns im Laufe der Zeit vielleicht „verbogen“ haben, um Erwartungen zu entsprechen oder Erfahrungen zu bewältigen. Doch das Wunderbare ist: Wir sehen dort nicht nur, wo du blockiert bist, sondern auch deine Möglichkeiten. Erlebnisse und erlernte Muster haben dich vielleicht dazu gebracht, Teile deines Wesens zurückzuhalten. Aber dein Potenzial ist noch immer vorhanden – wie eine Quelle, die darauf wartet, wieder lebendig zu werden. Die Fußanalyse verrät uns den Weg, der weit über aktuelle Hindernisse hinausführt. Sie ist der erste Schritt, um wieder mehr Wahlmöglichkeit und Selbstwirksamkeit in dein Leben zu bringen. Was passiert nach der Fußanalyse in der Sitzung? Die Fußanalyse bietet die Ausgangsbasis. Danach geht es im Rest der Sitzung darum, die ersten Schritte in deine neu festgelegte Richtung zu machen. Die praktische Umsetzung: Grundlagen schaffen: Wir arbeiten an den Basiselementen der Körperarbeit: deine Körperwahrnehmung schulen, atmen und loslassen. Ressourcen spüren: Oft sind wir überrascht von den Fähigkeiten unseres Körpers, die wieder spürbar werden, wenn die nötigen Voraussetzungen geschaffen sind. Kraft, die blockiert war und nun wieder fließt, macht Mut – Mut auf Neues, Mut darauf wieder mehr zu wollen. Mut auf mehr „SEIN“. Weitere Sitzungen – konkrete Schritte: Wir erarbeiten die Sprünge über größere Hürden direkt in den Sitzungen. Zwischen den Terminen beobachtest du in deinem Alltag und anhand von konkreten Situationen, was im Körper passiert. So bemerkst du deine Fortschritte und Veränderungen selbst. Körperarbeit als Weg zur Selbstermächtigung Die Grinberg Methode® ist ein Lernprozess durch den Körper. Sie ersetzt keine medizinische oder psychologische Diagnose und Behandlung und erhebt auch nicht den Anspruch, Krankheiten zu heilen. Körperarbeit kann uns neue Perspektiven eröffnen — auf uns, unseren Körper und seine Ressourcen und unser Leben. Sie kann zu einem Weg der Selbstermächtigung werden. Lerne mich und meinen Ansatz in Wien kennen Möchtest du erfahren, was deine Füße über deine aktuellen Gewohnheiten verraten? Ich lade dich herzlich ein, die Grinberg Methode® in einer Kennenlernsitzung selbst zu erleben. Einzelarbeit: In meiner Praxis in Wien oder in Online-Sitzungen. Sprachen: Deutsch, Englisch oder Niederländisch. Bereit für neue Wege? Buche deinen Termin für eine Fußanalyse einfach direkt über meine Website. Wenn du Fragen hast, rufe mich gerne an oder schreibe mir eine Nachricht. Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen! Termin buchen

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Depression und Angst: Wie du mit deinem Körper lernen kannst, alte Muster loszulassen

Jeder Mensch kennt Phasen im Leben, in denen er sich ängstlich, niedergeschlagen oder völlig energielos fühlt. Das ist menschlich. Bis es jedoch zu einer Diagnose wie einer Depression oder einer Angststörung kommt, geht meist eine lange Vorgeschichte voraus. Es ist ein schleichender Prozess: Stress, ständige Überforderung oder ungelöste Situationen stauen sich über einen langen Zeitraum an. Während sich diese Belastungen verdichten, reagieren wir nicht nur mental und emotional. Unser physischer Körper ist untrennbar mit diesen Prozessen verbunden und reagiert unweigerlich mit. Sehen wir uns genauer an, was im Alltag passiert, wenn sich Angst und Schwere manifestieren – und welche Rolle Körperarbeit spielen kann, diesen Zuständen auf einer greifbaren, physischen Ebene zu begegnen. Was bedeuten Depression und Angst im Alltag? Aus psychologischer Sicht ist Angst oft mit einem Zustand ständiger Alarmbereitschaft verbunden. Biologisch betrachtet springt das sympathische Nervensystem an und schaltet auf den „Kampf-oder-Flucht“-Modus – der Körper verhält sich, als müsse er einer akuten, lebensbedrohlichen Gefahr ausweichen. Im Alltag zeigt sich dies als eine Variation von rasenden Gedanken, abendlichem Sorgenkarussell, zu flacher oder zu schneller Atmung und permanenter innerer Unruhe. Man fühlt sich getrieben, schreckhaft und steht unter Dauerstrom. Eine Depression fühlt sich oft wie das absolute Gegenteil an: ein innerer Rückzug oder ein „Einfrieren“ des gesamten Systems. Auch hierbei handelt es sich um ein uraltes biologisches Schutzprogramm. Bei anhaltender, scheinbar auswegloser Überlastung fährt der Organismus herunter, um Energie zu sparen. Es entsteht eine bleierne Schwere. Alltägliche Aufgaben kosten auf einmal enorm viel Kraft, man fühlt sich emotional taub, abgekoppelt und chronisch erschöpft. Beide Zustände sind im Kern natürliche, wenn auch extrem kräftezehrende biologische Reaktionen auf anhaltende Überlastung. Und sie manifestieren sich tief in unserem Körper. Wie reagiert der Körper auf Angstzustände und depressive Verstimmungen? Der Körper versucht bestmöglich, uns durch belastende Phasen zu navigieren. Bei Angst ziehen wir oft unbewusst die Schultern hoch, die Atmung wird flach und beschleunigt sich, der Kiefer verspannt und der Brustkorb zieht sich zusammen. Der Körper rüstet sich physisch für die Gefahr. Bei einer depressiven Verstimmung passiert oft das Gegenteil: Der Körper sinkt in sich zusammen. Die Schultern fallen nach vorne, der Blick senkt sich, die Atmung wird minimal. Das zentrale Problem: Wiederholen wir diese körperlichen Reaktionen während der langen Vorgeschichte einer Erkrankung über Monate oder Jahre hinweg, passt sich unser Gehirn an. Das Nervensystem speichert diese muskuläre Daueranspannung oder Haltung als neuen „Normalzustand“ ab und blendet die Warnsignale der Muskeln irgendwann aus. Unser Körper verlernt schlichtweg, wie es sich anfühlt, entspannt, durchlässig und offen zu sein. Wir haben das bewusste Loslassen verlernt oder spüren die Anspannung im Alltag gar nicht mehr und können darum auch selbst nicht dagegen wirken. Genau hier setzt die Grinberg Methode an. Wie funktioniert die Grinberg Methode bei diesen Mustern? Die Grinberg Methode ist ein direkter, strukturierter Lernprozess durch den Körper. Es geht nicht darum die Vergangenheit zu analysieren, sondern um das Hier und Jetzt: um die konkrete Arbeit mit dem Nervensystem und dem physischen Körper. Durch gezielte Berührung, Atmung und verbale Anleitung zeige ich dir in der Körperarbeit, wo du unbewusst festhältst. Du trainierst, deine Aufmerksamkeit präzise auf diese körperlichen Anspannungsmuster zu richten und sie überhaupt wieder wahrzunehmen. Der nächste Schritt ist dann möglich: dass du lernst, diese Anstrengung aktiv zu stoppen. Wenn du aufhörst, deine Lebensenergie in alte, schützende Haltungsmuster zu investieren, wird diese Energie wieder frei. Du lernst, tief durchzuatmen, Stabilität zu spüren und präsenter im eigenen Körper zu sein. Die Grinberg Methode® ist eine Methodik des Lehrens und Lernens durch den Körper. Sie ist ausdrücklich KEINE medizinische Behandlung oder Psychotherapie und heilt keine Krankheiten. Wie Körperarbeit eine Psychotherapie sinnvoll begleiten kann Mir ist Transparenz wichtig: Da jede Lebensgeschichte anders verläuft, kann und möchte ich keine Heilversprechen oder Erfolgsgarantien abgeben. Wie wirksam die Sitzungen für dich sind, hängt von individuellen Faktoren ab – etwa deiner persönlichen Vorgeschichte, der aktuellen Kapazität deines Nervensystems und deiner Entscheidung, dich auf diesen körperlichen Lernprozess einzulassen. Die Erfahrung zeigt jedoch, wie entlastend dieser Weg sein kann. Die Grinberg Methode ist eine wirksame Möglichkeit, präventiv für sich zu sorgen und bestehende Belastungen zu mildern. Wenn du lernst, Stress im Körper rechtzeitig wahrzunehmen und zu stoppen, bevor das System in die Überforderung geht, gewinnst du spürbar an Lebensqualität und Handlungsspielraum zurück. Ein Zusammenspiel zweier Ebenen Du kannst die Sitzungen als Begleitung zu einer laufenden Psychotherapie verwenden. Dann arbeitet du auf mehreren Ebenen gleichzeitig: In der Therapie arbeitest du an mentalen Zusammenhängen und deinen Emotionen. In der Körperarbeit konzentrieren wir uns auf dein physisches Fundament. Wir arbeiten daran, die Klarheit, die du im Gespräch gewonnen hast, auch körperlich spürbar und im Alltag abrufbar zu machen. Gemeinsam arbeiten wir an den Haltungsmustern und körperlichen Zuständen, in denen sich Belastungen über die Zeit festgesetzt haben. Es ist meine Erfahrung, dass es wesentlich leichter fällt, mental neue Wege zu gehen, wenn auch mit dem Körper „gesprochen“ wird und so auch dein Körper nicht mehr in alten Angst- oder Erschöpfungsmustern verharrt, sondern wieder lernt, durchlässig und präsent zu sein. Es ist meine Erfahrung, dass es wesentlich leichter fällt, mental neue Wege zu gehen, wenn wir den Körper aktiv in diesen Prozess einbeziehen. Wenn wir dem Körper erlauben, die altbekannten Angst- oder Erschöpfungsmustern zu verlernen, wird er wieder durchlässig und präsent.   Möchtest du erleben, was es bedeutet, wieder mit deinem Körper zusammenzuarbeiten? Wenn du körperliche Reaktionen auf Stress, Angst oder Schwere nicht mehr als gegeben hinnehmen möchtest, lade ich dich ein, meine Arbeitsweise in einer Sitzung zu erkunden. Du bist in meiner Praxis für Körperarbeit in Wien herzlich willkommen. Falls du nicht vor Ort bist oder deine gewohnte Umgebung bevorzugst, biete ich auch Online-Sitzungen an (auf Deutsch, Englisch und Niederländisch). Melde dich gerne bei Fragen oder verwende das Kontaktformular, um eine Kennenlern-Sitzung mit mir zu vereinbaren. Ich freue mich darauf, dich ein Stück auf deinem Weg zu begleiten. Herzlich, Susanne

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Was ist die Grinberg Methode? Dein Leitfaden für Körperarbeit in Wien

Was ist die Grinberg Methode? Dein Leitfaden für Körperarbeit in Wien Vielleicht bist du über den Begriff gestolpert, hast von einer Freundin davon gehört oder suchst ganz gezielt nach Wegen, um mit Stress, intensiven Gefühlen oder körperlicher Anspannung besser umzugehen. In meiner Praxis in Wien werde ich auch gefragt: Susanne, was ist die Grinberg Methode eigentlich genau? Ist das eine Massage? Ist das Entspannungstraining? Die kurze Antwort lautet: Weder noch. Die Grinberg Methode ist ein spannender Ansatz, bei dem es nicht darum geht, dass du passiv behandelt wirst. Es geht darum, dass du etwas Neues lernst – und zwar durch deinen eigenen Körper. Lass uns gemeinsam einen Blick darauf werfen, wie diese natürliche Form der Körperarbeit funktioniert und wie sie dir helfen kann, alte Gewohnheiten im Körper loszulassen. Warum speichern wir Stress im Körper? Stell dir vor, du sitzt in einem stressigen Meeting oder hast einen Streit. Was macht dein Körper? Vielleicht ziehst du unbewusst die Schultern hoch, hältst den Atem an oder spannst den Kiefer fest an. In akuten Situationen ist diese Reaktion unseres Nervensystems völlig normal und schützt uns. Das Problem entsteht, wenn die stressige Situation längst vorbei ist, wir diese unbewussten Anspannungen aber beibehalten. Wir wiederholen diese körperlichen Muster so oft, dass sie zu festen Gewohnheiten werden. Irgendwann kostet es uns enorm viel Kraft, diese „Schutzhaltung“ aufrechtzuerhalten, und wir fühlen uns erschöpft, steif oder schmerzhaft verspannt. Dann stehen wir uns selbst im Wege. Genau hier setzt die Grinberg Methode an. Was genau ist die Grinberg Methode? Einfach gesagt: Die Grinberg Methode® ist eine Methodik des Lehrens und Lernens durch den Körper. Sie hilft dir dabei, deine Aufmerksamkeit ganz auf das Hier und Jetzt und auf deine physischen Empfindungen zu lenken. Anstatt nur über Probleme zu reden, nutzen wir Berührung, Atmung und verbale Anleitung, um dir zu zeigen, wie du dich eigentlich anspannst. Du lernst, diese Anstrengung im Körper ganz bewusst wahrzunehmen. Das ist ein erster Schritt.  Wie funktioniert das Lernen durch den Körper? Der Kernprozess der Methode ist so simpel wie kraftvoll: Wahrnehmen und Stoppen. Wenn ich mit dir arbeite, zeige ich dir durch gezielte Berührungen, wo du festhältst. Sobald du merkst, dass du einen bestimmten Muskel völlig unnötig anspannst, kannst du lernen, genau diese automatische Gewohnheit aktiv zu stoppen. Es ist ein sehr ermutigender Prozess. Du bist deinem Körper oder deinem Stress nicht hilflos ausgeliefert sondern bekommst wieder eine Wahl. Du erlangst die Fähigkeit zurück, einschränkende Muster selbst zu unterbrechen und die Energie, die du für die ständige Anspannung verbraucht hast, wieder für deinen Alltag freizugeben. Wenn der Körper loslässt, öffnet sich der Geist Ein spannender Aspekt dieser Arbeit ist, dass die Veränderung selten „nur“ körperlich bleibt. Unsere physischen Muster sind eng mit unseren Emotionen, unserem Selbstwertgefühl und sogar unserem Blickwinkel beim Denken verknüpft. Wenn du lernst, die chronische Enge in deinem Brustkorb oder die Starre in deinem Nacken zu lösen, passiert oft etwas Überraschendes: Emotionale Klarheit: Du bekommst wieder Zugang zu deinen eigentlichen Bedürfnissen und Gefühlen. Neue Perspektiven: Wenn der Körper weniger im Überlebensmodus (Anspannung) ist, fällt das „Klar-Denken“ leichter. Starre Glaubenssätze zeigen sich und können hinterfragt werden. Freiheit in Beziehungen: Du bemerkst vielleicht, wie sich dein Spielraum in sozialen Interaktionen vergrößert. Anstatt automatisch in alte Rollen zu verfallen, schaffst du dir den Raum, anders zu agieren. Selbstwert: Das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, sich selbst zu regulieren, stärkt das Gefühl für den eigenen Wert enorm. Der Zugang zum Selbstwertgefühl wird klarer und kann gezielt gepflegt werden.  Ein natürlicher Umgang mit Schmerz und Angst Ein prägender und wesentlicher Teil der Methodik ist der Umgang mit Empfindungen, die wir normalerweise vermeiden wollen: Schmerz und Angst. In der Grinberg Methode® begegnen wir diesen Zuständen auf eine ganz natürliche Weise. Oft reagieren wir auf alltägliche/n Schmerz oder Angst, indem wir uns unbewusst noch mehr anspannen – wir ziehen uns zusammen, halten die Luft an und versuchen, die Empfindung „wegzudrücken“. Doch genau dieses Widerstreben und das automatische Muster der Vermeidung machen das Erlebnis oft intensiver und blockieren unsere Lebensenergie. In unserer Zusammenarbeit lernst du, alltäglichen Schmerz oder Angst nicht als Feinde zu betrachten, die es zu eliminieren gilt, sondern kannst einen neuen Zugang entdecken. Dieser aktive Umgang mit dem eigenen Erleben bringt eine unglaubliche Freiheit und Kraft in dein Leben zurück. Für wen ist diese Form der Körperarbeit in Wien geeignet? Die Methode eignet sich für Menschen, die bereit sind, Eigenverantwortung zu übernehmen und aktiv an sich zu arbeiten. Sie kann besonders unterstützend sein, wenn du: Körperliche Reaktionen auf mentalen Stress reduzieren möchtest. Spürst, dass bestimmte Körperhaltungen dich im Alltag einschränken. Deinen Körper wieder bewusster und wacher spüren willst. Mehr Ruhe in dein Nervensystem bringen möchtest. Jeder Prozess ist dabei absolut individuell. Wie schnell sich Veränderungen einstellen, hängt von vielen Faktoren ab – unter anderem von deinem schon bestehenden Zugang zu deinem Körper und der Art deiner Muster. Ich schaffe einen geschützten Rahmen, in dem du die Zusammenarbeit mit deinem Körper  neu entdecken und/oder festigen kannst. Ein wichtiger Hinweis zur Methode Die Grinberg Methode® ist eine Methodik des Lehrens und Lernens durch den Körper. Sie ist ausdrücklich KEINE medizinische Behandlung oder Psychotherapie und heilt keine Krankheiten. Sie ersetzt keine medizinischen Diagnosen, sondern konzentriert sich darauf, deine Körperwahrnehmung zu schulen. Bereit, etwas Neues zu lernen? Wenn du neugierig geworden bist, lade ich dich herzlich ein. In meiner Praxis in Wien oder in meinen Online-Sitzungen(auf Deutsch, Englisch und Niederländisch) können wir gemeinsam erforschen, wie du alte Muster hinter dir lassen kannst. Buche dir gerne Vereinbare deinen Termin für ein erstes Kennenlernen. Ich freue mich darauf, dich auf deinem Lernweg ein Stück zu begleiten! Herzlichst, Deine Susanne Potma

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Selbstwert stärken und Selbstvertrauen ausbauen: Wie dein Körper dir dabei hilft

Kennst du den Zustand, wenn dein Kopf genau weiß, was du tun solltest, aber irgendetwas in dir blockiert? Vielleicht möchtest du in einem Meeting das Wort ergreifen, Grenzen setzen oder einfach unbefangener durchs Leben gehen. In Gedanken redest du dir gut zu, aber in der entscheidenden Situation übernimmt die Unsicherheit ungefragt das Steuer. Als Praktikerin der Grinberg Methode® in Wien begegne ich diesem Thema täglich. Wenn wir versuchen, unser Selbstbewusstsein nur über den Verstand zu reparieren, stoßen wir oft an unsere Grenzen. Warum? Weil echte Sicherheit nicht nur im Kopf entsteht – sie wird im Körper gefühlt. Die gute Nachricht ist: Dein Selbstwert ist in deinem Körper. Der Körper ist von Natur aus selbstsicher und kennt deinen Wert ganz selbstverständlich. Wenn du deinen Selbstwert im Moment nicht so stark spürst, wie du es gerne würdest, dann geht es darum, deinen Zugang zu diesem bereits vorhandenen körperlichen Wissen wieder zu stärken. Wie kann ich meinen Selbstwert stärken und Selbstvertrauen aufbauen? Wenn wir im Internet nach „Selbstwert stärken und Selbstvertrauen ausbauen“ suchen, finden wir oft Ratschläge wie „Denke positiv!“ oder „Stelle dich vor den Spiegel und sage dir Affirmationen auf“. Das kann funktionieren, ersetzt aber auf Dauer nicht die Verbindung zu unserem inneren und natürlichen Selbstwert. Den können wir wieder spüren lernen. Unser Körper reagiert auf Gewohnheiten. Über Jahre hinweg haben wir vielleicht gelernt, uns unsichtbar zu machen, uns kleiner zu machen, uns leiser zu machen. Dabei sind oft die Schultern angestrengt, der Brustkorb wird eng oder der Atem wird angehalten – besonders dann, wenn wir uns unsicher fühlen. Diese physischen Reaktionen waren in der Vergangenheit vielleicht kluge Schutzmechanismen. Heute jedoch signalisieren sie deinem Nervensystem permanent: „Achtung, Gefahr! Bleib klein!“ Um wirklich Selbstbewusstsein aufzubauen, müssen wir an die Quelle zurück: zum Körper. Was blockiert meinen Zugang zum Selbstwertgefühl im Körper? Achte einmal auf dich, wenn du an eine Situation denkst, in der du dich unsicher fühlst. Was passiert im Körper? Spannst du den Kiefer an? Ziehst du den Bauch ein? Hörst du auf, tief zu atmen? Genau diese muskulären Anstrengungen, zusammen mit den Gefühlen von Angst oder Wertlosigkeit, sind Teil einer inneren Haltung – und sie binden enorm viel Kraft. Wie hilft Körperarbeit und die Grinberg Methode bei mangelndem Selbstwert? Die Grinberg Methode ist ein strukturierter Lernprozess durch den Körper. In meiner Praxis für Körperarbeit in Wien (und auch online) spreche ich mit meinen Klientinnen und Klienten nicht endlos über die Ursachen ihrer Unsicherheit. Stattdessen konzentrieren wir uns auf das Wie: Wie kreierst du dieses Gefühl von Unsicherheit im Körper immer wieder? Ich spreche absichtlich davon, wie du dich aus Gewohnheit schüchtern, klein oder unsichtbar machst. Darin liegt der Freiraum für Veränderung. Denn ich baue darauf auf, aufzudecken, welche inneren Ressourcen mir, dir und uns in schwierigen Lebenslagen noch zur Verfügung stehen, um Veränderung und Wachstum zu nähren. Ich nutze Berührung, verbale Anleitung und Aufmerksamkeitstraining, um deine Aufmerksamkeit auf diese vorerst unbewussten körperlichen Gewohnheiten zu lenken. Wenn du erkennst, was genau du machst, dann kannst du wieder entscheiden, ob du so weitermachst oder etwas änderst. Wie lerne ich, einschränkende Gewohnheiten im Körper zu stoppen? Der Prozess besteht aus drei wesentlichen Schritten: Wahrnehmen: Du lernst, deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper zu richten. Du spürst, wo und wie genau du dich anspannst, wenn du dich unsicher fühlst. Verstärken und Stoppen: Du erlernst Techniken, die du in Alltagssituationen anwenden kannst, um wieder Entscheidungsfreiheit zurückzugewinnen. Wenn du genau spürst, dass es deine eigene muskuläre Anstrengung ist, kannst du auch lernen, sie aktiv loszulassen – also die alte Gewohnheit zu stoppen. Neues zulassen: Erst nach dem Stoppen vom Altgewohnten zeigt sich uns die Vielfalt an Möglichkeiten, die wir im Repertoire haben. Das Leben wird (vielleicht überraschend) bunt. Mit der Zeit lernst du die Muster genau kennen, die dich klein halten, und du lernst auch, sie bei Bedarf gezielt zu stoppen. Damit beseitigst du die Hindernisse auf deinem Weg zur Entfaltung deines Potenzials. Du kannst dir so deinen Raum nehmen, um dich darin auszudrücken und dabei lernen, mit dem Gesehenwerden leichter umzugehen. Wichtiger Hinweis zur Methode: Die Grinberg Methode® ist eine Methodik des Lehrens und Lernens durch den Körper. Sie ist ausdrücklich KEINE medizinische Behandlung oder Psychotherapie und heilt keine Krankheiten. Es geht hierbei um ein Training deiner eigenen Körperwahrnehmung. Wie lange dauert es, mehr Selbstwertgefühl durch die Sitzungen zu erreichen? Den Zugang zum eigenen Selbstwert zu stärken und Selbstvertrauen auszubauen, ist ein individueller und spannender Weg. Wie schnell sich Veränderungen einstellen, hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie zum Beispiel: Von deiner Ausgangslage. Deinem persönlichen Zugang zur Körperarbeit. Wie schnell es dir möglich ist, deinen Fokus in den Körper zu bringen. Und natürlich davon, was du genau erreichen willst. Es erfordert eine gewisse Ausdauer, alte Gewohnheiten zu stoppen, und auch Mut, um einen neuen Schritt zu wagen. Ich stehe dir als Begleiterin zur Seite, um diesen Raum für dich sicher und klar zu halten, in dem du deinen Weg Schritt für Schritt finden kannst. Zeit, deinen natürlichen Selbstwert wieder zu spüren Du musst nicht erst jemand anderes werden, um selbstbewusst zu sein. Es geht vielmehr darum, das loszulassen, was deinem natürlichen Selbstvertrauen im Weg steht. Dein Körper hat überraschend viele Ressourcen zur Verfügung. Willst du lernen, wieder mit deinem Körper zusammenzuarbeiten? Wenn du interessiert daran bist, herauszufinden, wie sich dieser Lernprozess für dich gestalten könnte, dann melde dich bei mir. Ich lade dich herzlich ein, eine Kennenlernsitzung mit mir zu buchen. Du findest meine Praxis für die Körperarbeit nach der Grinberg Methode in Wien. Wenn du nicht vor Ort bist, biete ich auch Online-Sitzungen an, die du bequem von deinem Zuhause aus nehmen kannst. (Ich begleite dich gerne auf Deutsch, Englisch oder Niederländisch!) Hier klicken, um deinen Termin zu buchen und den ersten Schritt zu mehr körperlichem Selbstvertrauen zu gehen. Ich freue mich auf ein Kennenlernen! Susanne

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Nachhaltigkeit beginnt im Körper: Wie du chronische Überanstrengung beendest und den Zugang zu deiner stabilen Kraft findest

Wir achten mittlerweile bewusster darauf, wie wir mit unserer Umwelt oder unseren natürlichen Ressourcen umgehen. Doch wie sieht es mit dem eigenen „Energiehaushalt“ aus? Im Alltag fordert das Leben viel von uns, und das Nervensystem reagiert darauf, indem es Reserven mobilisiert. Manchmal verweilt der Körper jedoch auch danach in einem Modus der hohen Wachsamkeit – ein Zustand, der auf Dauer massiv Kraft kostet. Ich unterstütze Menschen dabei, die Prinzipien der Nachhaltigkeit auf das eigene Wohlbefinden anzuwenden – damit wir nicht nur funktionieren, sondern wieder aus einer lebendigen, gut genährten Quelle schöpfen können. Wenn das Nervensystem auf Dauerstrom schaltet: Biologische Schutzmechanismen verstehen In der Natur wissen wir: Ein System braucht den stetigen Wechsel aus Aktivität und Ruhe, um regenerationsfähig zu bleiben. In unserem Alltag ist dieser Rhythmus oft gestört. Der Körper reagiert auf anhaltenden Stress mit konkreten, biologischen Schutzmechanismen: Die Muskulatur spannt sich an, um uns physischen Halt zu geben, oder die Atmung wird flach, um weniger angreifbar zu sein. Der Fokus verlagert sich in der Folge fast vollständig in den Kopf. Vielleicht bemerkst du das an hochgezogenen Schultern, einem festen Kiefer oder einer permanenten inneren Ruhelosigkeit. Das sind keine Fehler deines Körpers, sondern erlernte physische Strategien, um den Alltag zu bewältigen. Die Kehrseite ist jedoch: Das permanente Aufrechterhalten dieser Spannung bindet unbemerkt Energie. Es ist ein innerer „Raubbau“, der dir an anderer Stelle für Konzentration, Erholung oder echte Kraft fehlt. Der innere „Erdboden“ wird hart und kann keine neue Energie mehr aufnehmen. Die Grinberg Methode® in Wien: Regeneration statt bloßem Funktionieren Mein Ansatz beschäftigt sich mit einem konkreten Weg, dieses innere Gleichgewicht wiederzufinden. Du kannst lernen, die Mechanismen aktiv aufzuspüren und zu stoppen, die deine Ressourcen im Alltag verbrauchen. Anstatt Erschöpfung nur zu „managen“, liegt der Fokus auf der achtsamen Zusammenarbeit mit deinem Körper. Wie du deine Energie durch Körperwahrnehmung zurückgewinnst: Aufmerksamkeit schärfen: Du lernst zu spüren, wo du unbewusst Kraft verbrauchst (z. B. durch das Fixieren des Beckens oder Anspannen des Nackens). Bewusstes Atmen: Wie frisches Wasser für eine Pflanze bringt der Atem Fluss in Bereiche, die zuvor „ausgetrocknet“ oder erstarrt waren. Automatisierte Muster stoppen: Durch gezieltes Arbeiten mit den Aspekten deines persönlichen, inneren Raubbaus bekommst du deine Wahl zurück. Du lernst, den Modus der Überanstrengung und wahllosen Verausgabung aktiv zu beenden. Indem du lernst, diese Verhaltensweisen zu unterbrechen, wird die Energie, die bisher im Widerstand oder im Stress gebunden war, wieder frei. Das ist gelebte Nachhaltigkeit: Du verschwendest keine Kraft mehr gegen dich selbst. Ein wichtiger Hinweis zu meiner Arbeit: Die Grinberg Methode® ist eine Methodik des Lehrens und Lernens durch den Körper. Sie ist ausdrücklich keine medizinische Behandlung oder Psychotherapie und heilt keine Krankheiten. Sie dient dazu, durch deine eigene Aufmerksamkeit dein körperliches Wohlbefinden zu steigern und deine Selbstwahrnehmung zu schulen. Innere Balance: Eine gesunde Kreislaufwirtschaft in dir selbst Wenn der Körper faktisch erfährt, dass er Pausen und muskuläre Durchlässigkeit zulassen kann, entsteht eine funktionierende Kreislaufwirtschaft in dir selbst. Anstatt deine Reserven nur zu erschöpfen, lernst du, deine inneren Ressourcen zu pflegen. Körperliche Bedürfnisse können wieder rechtzeitig gespürt und respektiert werden, bevor das System überlastet ist. So findest du eine natürliche Resilienz, die nicht auf Härte und Zähneknirschen basiert, sondern auf Flexibilität und einem sicheren Körpergefühl. Wenn du lernst, auch deine Gefühle wieder als nützlich und sinnvoll zu erleben und deine Bedürfnisse wahrzunehmen, kehrst du zurück zu einer natürlichen Stärke, die dich nährt, anstatt dich auszuzehren. Dein Termin für mehr Lebendigkeit und Energie Möchtest du erleben, wie es sich anfühlt, wenn dein System alte Anspannungen loslässt und du wieder mehr Raum für echte körperliche Präsenz findest? Ich biete meine Sitzungen persönlich in Wien sowie ONLINE an (auf Deutsch, Englisch oder Niederländisch). Wir arbeiten zielgerichtet und in deinem eigenen Tempo. Bist du neugierig darauf, deinem eigenen Wohlbefinden wieder Raum zu geben? Kontaktiere mich mit Fragen oder buche direkt deinen Erst-Termin. Ich freue mich darauf, dich kennenzulernen!

Nachhaltigkeit beginnt im Körper: Wie du chronische Überanstrengung beendest und den Zugang zu deiner stabilen Kraft findest Weiterlesen »

colorful pencil drawing on black paper depicting a face in form of a mask surrounded by vibrant colors for the article: "experience your fear as power" Bunte Bleistiftzeichnung auf schwarzem Untergrund eines Gesichtes in Form einer Maske zum Beitrag: Angst als Kraft erleben

Fear as power

Experience Fear As Power „I feel a strange sensation – sweating – cannot breathe. I feel in agony –  can’t think straight. It’s too much. I’m in a horrible state or mind.“ At first, I usually experience fear in this or similar ways. As a physically unpleasant state that I want to be rid of as soon as possible. Then I remember: „Breathe, Susanne“ „Breathe all the way down and let the ribs expand. „Feel the body.“ „Your body knows how to deal with with this.“ For a moment I am still resisting, frantically trying to keep above the intensity. That’s when I feel the fear of my own fear. Then I take that first deeper breath, release my shoulders, relax my jaw muscle a bit, relax my eyes and my upper abdomen. I do what I can. And now I feel the tremor inside of me. Sometimes I feel very hot. Other times I get cold and my body is trembling inside. Or I allow myself to shiver. Relaxing the muscles relieves the inner pressure. From now on, this whole episode becomes more comfortable. I feel more at ease with myself and more collected. I used to make a pressure cooker out of my body, whenever I was anxious – very uncomfortable. And when I relax my body, all this fear that has been awakened in me, can spread out. I become focused. My mind calms down – even though my body is still full of energy. I feel more able to deal with the situation and feel more alive. „Your fear is your friend and working for you.“ This idea from the Grinberg Method made me curious. Is it possible that fear can be useful for me? That it is produced by my own body to keep me alive? Is it possible that this power can really make me clearer, more efficient and more creative? That it really is the case that fear works for me? How can I experience my fear in that new way? Through the bodywork I set out on an adventure. My interest was sparked. Now I had to readjust: instead of holding my breath or panting, I need to BREATHE. Breathe and give my body the chance to deal with the wave of energy. Fear is not solved by only thinking about it and analyzing it. When it is felt in the body, it can unfold its true power. And that is without that inner pressure and panicked, paralyzing or contracted reaction. I learned to let myself be carried by the wave of power within me. I learned to stop my „fear of fear“. During my learning process, I understood that the discomfort I used to call fear, was not yet fear itself. It was my reaction to it. My „fear of my fear.“ Where does my body tense up? Where does it get tight? I learned to let go tension in my body at the same time as allowing myself to feel afraid. „Yes ha-ha! That’s exactly the opposite of what every cell in my body does in pressure-cooker-mode.“ And yet very time I bring myself to breathe and let go, I get the confirmation: I just feel better when I relax into it. Then I am no longer paralysed but experience the power that comes into motion in my body. I feel empowered. Today I want to share with you my new perspective. Recently I participated in my role as a practitioner in the pilot workshop „Fear as Power“ by Avi Grinberg with three of my clients. There were over 120 of us across Europe, listening to the lectures and participating in the guided sessions. As a result everyone experienced, in their own individual way, what fear can actually be for them. New possibilities opened up when we felt this powerful force with the body. Fear, with its thousand faces, is present in many one-on-one sessions that I give. And many clients are surprised by what it can contribute to their well-being. Did you get curious too? Then start reflecting on how you think about your fear and how you normally react to it Because under the right conditions, the body is a specialist in dealing with fear. And we can learn, in a quite straightforward way, to gain more power that way. I wish you all the best for the coming weeks. And if you write to me about what you think about the topic I very much appreciate it. Let’s see what there is to be discovered about the true nature of fear.

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Weinen als Erleichterung wird dargestellt als Bild aus bunten, verwirbelten Wollhaaren.

Weinen als Erleichterung

Weinen erleichtert Weinen entlädt wie ein Sommergewitter die angestaute Spannung Kennst du das Gefühl der Erleichterung nach dem Weinen? Der Kopf ist wieder klarer, der ganze Körper entspannter. Eine Last ist abgefallen. Mich erinnert diese innere Stimmung an den Moment kurz nach einem Sommergewitter. Tränen waschen Stresshormone aus dem Körper. Weinen kann Druck abbauen und helfen, intensive Gefühle  zu verdauen. Wenn wir uns das Weinen untersagen oder vielleicht sehr früh im Leben gelernt haben, dass wir nicht weinen dürfen, fällt diese natürliche Art der Selbstregulation weg. Aber egal was der Kopf drüber denkt, in der Körperarbeit kommen die Tränen endlich ins Fließen, die noch darauf warten, geweint zu werden. Danach ist Erleichterung. Vor kurzem habe ich mit meinem eineinhalb-jährigen Neffen den Nachmittag verbracht. Beim Anblick des Pflasters an seinem Oberschenkel musste er plötzlich herzzerreißend weinen. Ich war überrascht und habe mir schnell zusammengereimt was er — ohne schon die Worte dafür zu haben — sagen wollte: „Heute habe ich eine Spritze bekommen und ich habe mich gefürchtet und dann hat es auch noch weh getan. Susanne, das war schrecklich!“ Dazu möchte ich dir zwei Fragen stellen: Kannst du weinen, wenn dir danach ist? und Wie geht es dir wenn jemand vor dir weint? Zum Thema selbst weinen kann ich einiges erzählen. Darüber wie anstrengend es ist, wenn man Schmerzen hat oder verzweifelt ist aber nicht weinen kann. Dann baut sich innerlich immer mehr Spannung oder Intensität auf aber die Erleichterung tritt nicht ein. Wie betäubt wir uns fühlen, wenn eine Emotion fast nicht oder gar nicht in dem Moment gefühlt werden kann, in dem sie entsteht. Wie traurig es ist, nur halb zu weinen und danach keine Erleichterung zu finden. Karin kam zu mir, weil sie sich „einfach nicht spürte.“ Nach zahlreichen Operationen und Phasen von Angst davor, nie wieder beruflich wieder Fuß zu fassen, kam sie zur ersten Sitzung. Ihr wurde geraten über ihren Körper wieder mehr in Balance zu finden. Ich habe bemerkt, wie Karin versucht hat ihren Schmerz und ihre Tränen ganz automatisch hinunterzuschlucken. Frage dich: Wie oft machst du das eigentlich? Deine Tränen hinunterschlucken bis vielleicht der Hals brennt oder die Augen? Meine Beobachtung dazu ist, dass Erwachsene, aber auch schon Kinder das oft machen. Karin wurde das jetzt auch klar. „Spüre im Körper wie du deine Tränen hinunterschluckst.“ Besonders im Hals, der eng wurde, und im Brustkorb, der kaum noch Atmung zugelassen hat, hat sie die Anstrengung wahrnehmen können. Im Körper war eine Blockade aufgebaut gegen den Tränenfluss. Warum halten wir unsere Tränen zurück, wenn sie doch schon am Fließen sind? „Reiß dich zusammen.“ „Das belastet die anderen.“ „Ich verstecke das immer.“ „Sie werden lachen.“ „Darüber habe ich schon genug geweint.“ Mit ähnlichen Begründungen schlucken wir die Tränen hinunter. Eigentlich bleibt keine dieser Begründungen wichtig, wenn wir uns erst eingestehen, was uns gerade wirklich bewegt. Karins Ziel war es, wieder zu fühlen. Sie wollte ihre Wut, ihre Trauer aber auch ihre Freude spüren um wieder lebendiger zu werden und Schritte zurück in ein erfülltes Leben zu machen. Hier hat sich ein erster Schritt angeboten. Die Tränen sind Karin bis zum Hals gestanden. Ich konnte sie schon in ihren Augen erahnen. Karin hat sich darauf eingelassen. Nach Jahren mit fast keinen Tränen hat sie sich jetzt dazu entschieden, mit ihrem Körper zusammen zu arbeiten. Ich habe dabei noch ein paar Anleitungen angeboten wie: Spüre wie eng du deinen Hals machst. Ja genau. Erlaube dir Platz. Erlaube, dass dein Hals wieder etwas lockerer wird und nimm einen vollen Atemzug. Und noch einen… Die Tränen sind über die Wangen gekullert und ich habe Karin dazu ermutigt immer wieder einen Atemzug zu nehmen und den ganzen Körper noch mehr loszulassen. Langsam haben sich ihre Schultern entspannt und ihr gesamter Körper. Danach war Erleichterung zu spüren. Emotional aber auch körperlich. In den weiteren Sitzungen sind immer wieder mal Wellen von Emotionen ins Rollen gekommen und damit noch mehr Tränen. Beim Weinen bekommen wir die Chance loszulassen, Emotionen zu verdauen und danach den nächsten Schritt zu machen. Und ich habe gelernt mich dabei immer mehr auf meinen Körper einzulassen. Der eigene Körper ist ein Meister darin, Emotionen zu fühlen und zu verdauen. Der Körper ist eine Ressource, die manchmal erst wieder entdeckt werden muss. Wie geht es dir, wenn jemand vor dir weint? Mein Neffe hat seine kleinen Beinchen angezogen, schaut mich an und weint. Hast du schon mal beobachtet, was sich in dir tut, wenn jemand vor dir weint? Hörst du dich sagen: „Ist schon wieder gut.“ Oder „Ist ja alles halb so schlimm.“ Um den anderen zu trösten? Drängt alles in dir das Weinen so schnell wie möglich zu beenden? Oder vielleicht geht es dir wie mir mit meinem Neffen und du bemerkst den starken Impuls dem anderen den Schmerz abnehmen zu wollen. Ich weiß nicht mehr wie viele hunderte Male ich Klienten in einer Sitzung weinen erlebt habe. Und da kann ich sehr präsent sein und diese Menschen dabei unterstützen, ihre Tränen zu erlauben. Aber mit meinem kleinen Neffen, da konnte ich ganz klar erkennen wie ein Programm in mir ansprang: ALLES TUN UM DAS WEINEN JETZT ZU BEENDEN! Dabei war mir doch gleichzeitig so klar, dass er gerade etwas verarbeitet – etwas verdaut. Vielleicht einen Rest von Angst und Schmerz aus dem Moment beim Arzt. Ich habe es geschafft ihn nicht abzulenken oder vorschnell zu beruhigen. Ich habe meinem Impuls nicht nachgegeben, ihn dazu zu bringen jetzt mit dem Weinen aufzuhören. Statt in diesen natürlichen Vorgang einzugreifen, war ich für ihn da. Ich habe ihm zugehört – habe Worte gefunden für seine Empfindungen. Ich habe ihn gehalten und habe seinen Schmerz und seine Angst auch gespürt. Wir waren miteinander. Danach waren wir beide etwas aufgewühlt – schließlich ging es um intensive Emotionen – aber auch Erleichterung war jetzt da. Ich war froh, dass er das so loswerden konnte. Und, wie es bei Kindern so oft der Fall ist, war er kurz darauf wieder ins Spielen vertieft und hat später mit viel Appetit seine Banane gegessen. Gefühle verdauen macht

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Angst als Kraft

Angst als Kraft erleben “Mir wird ganz anders. Ich schwitze. Ich kann nicht mehr atmen. Ich fühle mich in Not. Ich kann nicht mehr klar denken. Das ist mir zu viel. Es ist ein schrecklicher Zustand.” Im aller ersten Moment erlebe ich Angst meist so oder ähnlich. Als körperlich unangenehmen Zustand, den ich so schnell wie möglich loswerden will. Dann erinnere ich mich: “Atme, Susanne.” “Atme ganz runter und lass die Rippen wieder in Bewegung kommen.” “Spüre den Körper.” “Der Körper weiß, wie er am besten mit Angst umgeht.” Kurz bin ich noch im Widerstand und versuche krampfhaft “den Kopf über Wasser zu halten.” Da habe ich ANGST vor der Angst. Dann atme ich das erste Mal auf. Ich lasse meine Schultern los, entspanne meinen Kiefermuskel ein Stück, lass meinen Blick weicher werden und meinen Oberbauch auch. Alles was möglich ist. Und jetzt spüre ich das Beben in mir. Manchmal wird mir ganz heiß. Manchmal wird mir auch kalt und mein Körper fühlt sich innerlich zittrig an. Manchmal erlaube ich mir zu zittern. Das Lockern der Muskeln erleichtert den inneren Druck. Ab jetzt wird das Ganze angenehmer. Ich fühle mich wieder mehr bei mir und gesammelter. Es ist als ob ich vorher immer einen Druckkochtopf aus meinem Körper gemacht hätte – sehr unangenehm. Und wenn ich meinen Körper entspanne, kann sich all diese Angst, die in mir geweckt ist, verteilen. Ich werde klarer. Ich werde ruhiger im Kopf – auch wenn mein Körper noch voll Energie ist. Ich fühle mich fähiger mit der Situation umzugehen und lebendiger. “Deine Angst ist auf deiner Seite und arbeitet für dich.” Diese Idee aus der Grinberg Arbeit machte mich neugierig. Stimmt es, dass Angst nützlich für mich sein kann? Ist es möglich, dass sie von meinem eigenen Körper gemacht wird um mich am Leben zu halten? Kann es sein, dass mich diese Kraft wirklich klar, effizient und sogar kreativer machen kann? Ist es wirklich so, dass diese Kraft für mich arbeitet? Wie kann ich das erleben? Durch die Körperarbeit habe ich mich also auf dieses kleine Abenteuer in mir eingelassen. Mein Interesse an einem anderen Umgang mit dieser bewegenden Kraft war geweckt. Jetzt musste ich umlernen: statt den Atem anzuhalten und flach zu hecheln: ATMEN. Atmen und meinem Körper die Chance geben mit der Welle umzugehen. Denn Angst wird nicht im Kopf gelöst. Wenn sie im Körper gespürt wird, kann sie ihre wahre Kraft entfalten. Und zwar ohne diesem inneren Druck und der panischen, lähmenden oder verkrampften Reaktion. Ich lernte mich vom Fluss der Angst in mir tragen zu lassen. Ich habe gelernt, meine „Angst vor der Angst“ zu stoppen. Während meinem Lernprozess habe ich verstanden, dass das Unwohlsein, das ich vorher Angst nannte, gar noch nicht die Angst selbst war. Es war nur meine Reaktion darauf. Wo spannt sich mein Körper an? Wo wird er eng? Ich habe gelernt,  gleichzeitig im Körper loszulassen. “Ja ha-ha! Das ist genau das Gegenteil von dem, was jede Phaser in meinem Körper im “Druckkochtopf-Modus” macht.“ Aber jedes Mal, wenn ich mich dazu überwinde zu atmen und loszulassen, bekomme ich die Bestätigung: Es geht mir einfach besser, wenn ich mich hinein entspanne. Dann bin ich nicht mehr gelähmt von dieser Angst sondern erlebe die Kraft, die in meinem Körper in Bewegung kommt. Ich fühle mich fähig. Heute will ich meinen anderen Blickwinkel mit dir teilen. Vor kurzem habe ich als Praktikerin am Pilot-Workshop “Fear as Power” von Avi Grinberg mit drei meiner Klienten teilgenommen. Über 120 Menschen europaweit waren wir, die gleichzeitig die Vorträge und angeleiteten Sitzungen mitgemacht haben. Und jede*r erlebte, auf seine/ihre ganz individuelle Art, was Angst eigentlich für uns sein kann. Neue Möglichkeiten eröffnen sich, wenn wir uns körperlich  einlassen. In den Einzel-Sitzungen ist Angst in ihren tausend Variationen auch immer wieder anwesend und Menschen sind überrascht davon, was diese Kraft alles für sie tun kann. Bist du jetzt auch neugierig geworden? Dann beginne darüber nachzudenken, welche Meinung du über deine Angst hast und wie du normalerweise körperlich darauf reagierst. Unter den passenden Voraussetzungen ist dein Körper ein Spezialist im Umgang mit der Angst. Wir können auf recht einfache Weise lernen, wieder Kraft aus unserer Angst zu schöpfen.

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Waal, der aufrecht im Wasser steht - gestickt auf Wolle in grau und hell bis dunklen Blautönen am Beginn des Textes über Umgang mit Schmerz

Schmerz – Umgang mit emotionalem und körperlichem Schmerz

Natürlichen Umgang mit Schmerz finden Schmerz tut weh. Ob körperlich oder auf Gefühlsebene macht da keinen grossen Unterschied. Körperlicher Schmerz beeinflusst auch was wir fühlen und umgekehrt hat emotionaler Schmerz körperliche Elemente. Kurz gesagt, berührt uns Schmerz durch und durch. Wie wäre eine Welt ohne Schmerz? Darüber habe ich im letzten halben Jahr wieder einmal nachgedacht. Ich war davon betroffen, wieviel Leid so viele Menschen fühlen. Am Ende bin ich aber trotzdem zu dem Schluss gekommen, dass wir Menschen durch Schmerz wachsen. Er bringt uns in eine Tiefe in der wir bestimmte Qualitäten entwickeln. Wie können wir selbst mit Schmerz so umgehen, dass wir dadurch lernen und uns entwickeln, anstatt nur zu leiden? Ob wir Schmerzen haben, unterliegt meistens nicht unserer Entscheidungsfreiheit. Aber wie wir auf den Schmerz reagieren und mit ihm umgehen, da gibt es einiges an Spielraum, den wir uns zurückerobern können. Welchen Spielraum gestehen wir uns im Alltag für emotionalen Schmerz wirklich zu? Weinen, Schreien, Tönen, Zittern, Strampeln oder Loslaufen bringen unsere stärksten Gefühle zum Ausdruck. Aber wo ist das heute noch gern gesehen? Wann hast du das letzte Mal jemanden in der Öffentlichkeit vor Angst zittern gesehen oder weinen? Dabei können wir uns gut vorstellen, dass die damit verbundenen Gefühle jede/r manchmal hat. Aber nein, wir stehen d’rüber. Oder doch nicht? Was tun wir denn mit der Wut, der Enttäuschung, der Angst und der Trauer? Ins Arbeitsleben gehören sie nicht — wir bleiben professionell. Zuhause könnten wir die Stimmung zerstören, jemanden damit belasten oder haben Angst davor unendlich darin zu versinken. Diese Gefühle tun auch weh. Sie sind gewaltig, geladen und fühlen sich manchmal so an als könnten sie unseren Körper einfach auseinander reißen. Wie können wir diesen emotionalen oder körperlichen Schmerz fühlen und dabei aber, anstatt zu leiden, Kraft daraus schöpfen? Erinnere dich daran, wie es ist, wenn du mit der kleinen Zehe an der Bettkante hängen bleibst. Das tut weh! Automatisch gehen wir in die eine oder andere Abwehrhaltung: uns verkrampfen, Atem anhalten, versuchen den Schmerz loszuwerden. Vielleicht, wenn jemand dabei ist, so tun als ob es nicht weh tut. Oder  sogar, aus Geschäftigkeit, die Schmerzen wirklich nicht spüren und mit einer gebrochenen Zehe eine Bergwanderung machen. Mit dieser Abwehrhaltung verlieren wir aber die grosse Chance, die uns der Schmerz bietet. In Zusammenarbeit mit dem Körper ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten.   Probiere es beim nächsten Mal selbst aus: Statt dich zu verkrampfen und den Atem anzuhalten, tue das nicht. Atme groß, entspanne den ganzen Körper und spüre den Schmerz. Das klingt verrückt? Warum den Schmerz spüren? Einfach gesagt: „Weil wir damit ganz im Moment sind.“ Darin steckt Intensität und Intensität ist bewegte Kraft. Wir können uns ihr widersetzen oder wir können sie verwenden und „verdauen“ lernen. Gefühlter Schmerz gibt uns eine Chance. Das geht dann, wenn wir uns auf unseren Körper noch mehr einlassen. So lernen wir, auf direkte und natürliche Weise, mit unserem Schmerz umzugehen. Dann wird auch schneller klar, ob wir uns sofort Hilfe holen müssen oder ob wir damit alleine fertig werden können. Wie können wir diesen anderen Umgang lernen? Vielleicht hast du schon in einer Grinberg Sitzungen selbst erlebt wie das konkret aussehen kann. Ob körperlich  oder emotional, der Vorgang ist sehr ähnlich: Schmerz ist da. Überprüfe ob du etwas gegen ihn machst, statt ihn direkt zu fühlen. Wenn ja, dann lerne das zu stoppen. Danach fühle den Schmerz direkt. Und dann passiert es. Was passiert? Ein natürlicher Prozess des Wachsens und des Heilens. Wir können endlich loslassen und weinen oder wir spüren die Intensität und erleben, dass sie anders ist als erwartet. Oder wir verlieren unsere Berührungsangst. Wir erleben unsere Stärke und Resilienz. So entdecken wir überraschende Qualitäten, die in uns schlummern. Konfrontiert mit Schmerz haben wir zwei Hauptmöglichkeiten: a) Mit Widerstand, Drama, kreischen und schreien reagieren. Uns als Opfer erleben und am Boden liegen, ohne Möglichkeiten. b) Dem Schmerz direkt begegnen. Ihm sozusagen ins Gesicht sehen und versuchen, nicht zu blinzeln, bis wir begriffen haben. Schmerz ist manchmal ein Teil von uns. Manchmal brauchen wir ihn als Treibstoff, um endlich den dringend nötigen, nächsten Schritt zu machen. Wenn du willst, kannst du dir zum Abschluss jetzt noch 2 Minuten nehmen, um nachzudenken ob Schmerz im einen oder anderen Lebensbereich gerade auftaucht. Er kann als Gefühl wie Frust, Wut, Trauer, Verletzung, Einsamkeit, usw. auftauchen, als körperliches Symptom oder als eine Mischung von allem da sein. Ein kurzes Übungsvideo von mir Verlasse dich auf deine Selbsteinschätzung darüber, ob deine Zusammenarbeit mit deinem Körper geübt genug ist, um dieses konkrete Thema alleine oder besser mit Unterstützung anzugehen. Wie immer bin ich gerne für dich da, falls du schmerzliche Themen mit meiner Unterstützung angehen willst. Lebe dich noch mehr! Susanne Interessiert dich das Thema? Dann schreibe mir ein E-Mail mit dem Titel: „Ja bitte, schicke mir die Übung zu“ und ich schicke dir eine kurze Übung zum Thema.

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